Der Sekretär eilte, die Befehle auszuführen. Der Prinz ließ sich in den Garten hinaustragen und gab Befehl, den ganzen Vormittag niemand vorzulassen außer Signore Fossano, den er zu sich befohlen hatte.

Fossano kam. Er sah nicht ohne Genugtuung die Spuren der Verheerung, die die Aufregung bei seinem erlauchten Nebenbuhler hinterlassen hatte.

»Sie haben mich da in eine schöne Situation gebracht, mein Lieber!« sagte der Prinz leicht vorwurfsvoll. »Man ist derartigen Gemütserschütterungen nicht mehr gewachsen! Sie sind auch schwer mit dem guten Ton vereinbar! Dergleichen geht man am besten aus dem Wege! — Sie hatten es aber so schlecht arrangiert, daß wir es nicht mehr konnten!«

»Geruhen denn Eure Hoheit einzusehen, daß auch ich in eine derartige Aufregung versetzt werden konnte? Und daß es mir dadurch unmöglich gemacht wurde, so gut zu tanzen wie sonst?«

»Wenn das der Zweck Ihrer Demonstration war, so haben Sie ihn erreicht!«

»Eure Hoheit wollen also auch glauben, daß ich jene Schwäche niedergekämpft habe und jetzt ganz wieder der alte bin?«

»Keinesfalls! Wer einmal den Kopf verliert — —«

»Der nimmt sich ein anderes Mal in acht, wenn er in dieselbe Situation kommt! — Wollen Eure Hoheit mich auf die Probe stellen?«

»Ich kann Sie unmöglich wieder bei Hofe tanzen lassen!«

»Trotzdem wage ich, darauf zu bestehen! Jetzt eben bin ich es meiner Reputation schuldig, dort zu zeigen, was ich kann! Sonst ist's um meine Karriere geschehen!«