»Sie wird sich hüten!«

»Du kennst sie eben nicht! Sie ist launenhaft und rachsüchtig. Sie wird mich sicher in Verlegenheit bringen wollen! Mir ahnt nichts Gutes! — — Wir können aber nicht unsere Position durch ihre Launen erschüttern lassen! Der König würde mir einen Ungehorsam gegen seinen Befehl niemals vergeben! Es wäre die sichere Ungnade! Sie muß in Versailles tanzen und wenn die Welt darob zugrunde gehen müßte! Wir müssen sie versöhnen!«

»Wie gedenken Eure Hoheit das zu tun?«

»Geschenke! — Geld! — — Das vermag alles!«

»Wir haben kein Geld!«

»Wir haben unseren Schmuck — wir haben unsere Gemäldegalerie!«

»Hoheit wollen sich von den Schätzen der Galerie trennen?«

»Wenn wir sterben, müssen wir es sowieso! — Und ich ziehe den Tod der königlichen Ungnade vor! Du sollst die Gemälde zu Geld machen!«

»Zu Befehl!«

»Den Erlös schickst du ihr! Auch das Gespann und die Equipage! Und schreibe ihr, ich bedauerte den Vorfall von neulich! Die Aufregung, in der ich mich befand, war ja nur zu erklärlich! Ich will aber darüber hinweggehen und ihr wieder die Rente auszahlen lassen! Noch heute vormittag muß alles erledigt sein! Morgen hältst du mir Vortrag darüber!«