»Sie fabeln!«
»Heute früh ist der Diener des Lords nach Calais geritten, mit dem Befehl, überall Postpferde zu bestellen! Von morgen ab liegt ein Kutter zur Überfahrt nach Dover bereit!«
»Wir werden das zu verhindern wissen! Übrigens wird sie jetzt schon anderen Sinnes sein!«
»Hoheit meinen?«
»Ich habe guten Grund, es mit Bestimmtheit anzunehmen!« sagte Carignan, mit einem schmerzhaften Seufzer an die Opfer denkend, die er dafür bringen mußte. »Warten Sie's nur ab! Sie werden sehen! Ich verstehe es, Widerspenstige zu zähmen. Adieu, mein Lieber! Es bleibt bei unserer Verabredung! Aber — wie gesagt — die richtigen Pirouetten! — Keine Extempores! Keine Extravaganzen!«
Fossano ging.
Der Sekretär kehrte wieder mit der betrübenden Nachricht, daß die Barberina sich weigere, ihn zu empfangen. Sie wolle von Seiner Hoheit nichts wissen, keine Botschaft in Empfang nehmen — kurz, ihm war in der schnödesten Weise die Tür gezeigt worden.
Carignan raste. Aber es half nichts! Er mußte in den sauren Apfel beißen und in höchsteigener Person zu ihr fahren, um Buße zu tun. Sonst wäre es um ihn geschehen!
Er fuhr also in Begleitung des Sekretärs hin und wurde von Mama Campanini im leeren Salon empfangen.