Und Hoheit ging, froh, den Verkauf seiner Gemäldegalerie noch rückgängig machen zu können und der königlichen Ungnade so leichten Kaufs entronnen zu sein.
Barberina tanzte in Versailles vor der Königin und dem versammelten Hofe und errang einen glänzenden Erfolg.
Der König erschien aber nicht zur Vorstellung. Er hatte an dem Abend ein größeres Interesse an den Staatsgeschäften als an den Reizen Barberinas und blieb der Veranstaltung fern.
Barberina war außer sich. Carignan nicht weniger.
Aber er hielt Wort.
Nach dem Auftreten Barberinas in Versailles hob er die polizeiliche Überwachung auf. Und sie versäumte nicht, sich das zunutze zu machen.
John Rich, der berühmte Londoner Tänzer, hatte ihr von London vorgeschwärmt. Er verstand es, ihren künstlerischen Ehrgeiz aufzustacheln und spiegelte ihr ganz andere Triumphe vor als die der Galanterie, die sie jetzt bis zum Überdruß satt hatte.
Plötzlich eines Tages war sie verschwunden.
Der Herzog von Carignan erledigte eben die Kassenrapporte des vorhergehenden Tages und war voller Freude, weil die Oper jetzt, nach dem Wiederauftreten Barberinas, allabendlich ausverkauft war.