Carignan biß sich auf die Lippen. Er dachte an die leeren Kassen seiner Theater. Aber er sah keinen anderen Ausweg und willigte ein.

Kühn gemacht durch den Erfolg, verlangte sie noch die Aufhebung aller polizeilichen Maßnahmen.

»So dumm sind wir nicht!« sagte der Prinz lächelnd. »Unsere Polizei wird ein wachsames Auge auf Sie haben, Signorina! Bis Sie am Hofe getanzt haben! Dann wollen wir sehen! Studieren Sie jetzt fleißig Ihre Tänze mit Fossano!«

»Mit Fossano?! Nimmermehr!«

»Sie müssen ihn als Partner in Versailles haben!«

»Nein, nein! Er würde mir alles verderben! Wenn Hoheit darauf bestehen, tanze ich nicht! Ich lasse mich lieber köpfen!«

»Nun, so erlassen wir's Ihnen! Er mag ein Solo tanzen! Ich habe übrigens für diesen Fall schon John Rich aus London als Gast engagiert! Er wird kommen, Sie kennen ihn sicher dem Namen nach? Der berühmte Harlekin des Coventgardentheaters! Er wird Ihnen glänzend sekundieren, Signorina!«

»Ich tanze auch mit ihm nicht! Ich will den jungen Riccoboni! Er tanzt mir mehr zu Gefallen! Er hat mehr Talent als all die andern!«

»Nun denn, in Gottes Namen, tanzen Sie mit Riccoboni! Wenn Sie bloß tanzen, ist's mir gleich, mit wem! Ich hätte mir dann den Rich ersparen können! Er wird aber schon unterwegs sein! — Na, das sind alles Bagatellen! Gehen Sie zur Ruhe, Signorina! Pflegen Sie Ihre Tochter, Signora! — Au revoir, meine Damen! Lassen Sie sich's gut gehen!«