»Ich weiß«, sagte Lord Stuart trocken. »Wenn Sie's für nötig halten, dieses Thema zu berühren, so kann ich nicht umhin, zu sagen, daß Ihr sonst gewiß sehr ehrenwertes Haus es sich wohl leisten könnte, auf den Sklavenhandel zu verzichten! Mit Heringen und mit Robben kann man handeln — mit Menschen nicht! Sie kennen meine Ansichten in dieser heiklen Frage?«

»Ich kenne sie und respektiere sie! Ich bin aber ein Nützlichkeitsmensch, wie ich schon die Ehre hatte, zu sagen! Das Geld ist mir gut, wo es auch herkommt! — So lange Südamerika >schwarzes Elfenbein< verlangt, wird die Ware beschafft; und da sehe ich nicht ein, warum ich andern Leuten ein gutes Geschäft überlassen sollte, das ich ebensogut selbst machen kann! Um so weniger, da die paar Schiffe, die ich auf die Trade eingestellt habe, ebensoviel einbringen wie alle die anderen zusammen!«

»Trotzdem sollten Sie damit aufhören!«

»Soll ich das so verstehen, daß Eure Lordschaft diese Forderung als Bedingung aufstellen?«

Lord Stuart antwortete nicht.

»Ich würde auf die Bedingung nicht eingehen können«, sagte Sir Josuah resolut. »Dank jenem schwarzen Elfenbein schloß ich im vorigen Jahre mit einem Reingewinn von zweihunderttausend Pfund ab! Ich werde nicht so dumm sein, auf das schöne Geld zu verzichten!«

»Sie wissen, daß unsere Partei eine Bill gegen den Sklavenhandel eingebracht hat?«

»Ich weiß! Aber auch, daß es gewiß Jahrzehnte dauern wird, ehe eine solche Bill Gesetz wird!«

»Ich hoffe doch nicht!«

»Ich schon! Aber wenn die Bill jemals Gesetz werden würde, davon können Eure Lordschaft überzeugt sein, daß der derzeitige Chef des Hauses Crichton & Co. sich dem Gesetze fügen wird!«