»Sagen Sie, was Sie wollen!« rief Lord Stuart entrüstet, »aber daß Sie so schlechte Manieren hätten, könnte Ihnen nicht einmal Ihr schlimmster Feind nachsagen!«

»Aber auch nicht, daß ich schlechten Geschmack hätte! Und da muß ich sagen — wenn mir einmal so'n paar hübsche Beine um den Kopf schwirren würden, da könnte es schon sein, daß ich auch die guten Manieren außer Gefecht setzte! Ich bin gewiß kein Kostverächter! Meine verstorbene Frau könnte Ihnen da verschiedenes bestätigen, wenn sie noch am Leben wäre!«

Das war zuviel für Seine Herrlichkeit. Seine Würde kochte bis zum Gefrierpunkt hinunter.

»Ich will nicht hoffen, Sir Josuah«, sagte er in einem Ton, der auch diesen in Harnisch brachte, »daß Sie mir zumuten wollen, mich noch nachträglich in irgendeine Intimität mit Ihrer verstorbenen Frau einzulassen!«

Und er schob den Stich, der zu so unliebsamen Erörterungen Anlaß gegeben hatte, weit von sich.

»Die Intimitäten haben jetzt ihre Herrlichkeiten die Würmer zu besorgen!« replizierte der unverbesserliche Sir Josuah, der durch den bloßen Gedanken an diese »nachträgliche« Intimität seine gute Laune sofort wiedergewann und sich spitzbübisch darüber freute, Mylords Entsetzen noch mehr zu steigern. »Von dem guten Geschmack Eurer Herrlichkeit in puncto Intimitäten war ich auch ohne diese Erklärung hinlänglich überzeugt! Auch den allernächsten Angehörigen gegenüber!«

»Wie soll ich das verstehen?«

»Daß Eure Herrlichkeit meines Erachtens also wohl von den Herzensangelegenheiten Ihres Sohnes ebensowenig Notiz nehmen wollen wie ich von denen meiner Tochter!«

»Ich glaube, Ihnen bei der Verlobung hinlänglich Gelegenheit gegeben zu haben, diese Überzeugung zu gewinnen! Sie werden nicht gemerkt haben, daß ich meinen Sohn irgendwie um seine Ansicht gefragt habe!«

»Ganz recht! Und deshalb bedaure ich, Eure Herrlichkeit darum bitten zu müssen, das nachzuholen!«