»Er ist noch in London! Er wird überhaupt nicht nach Schottland gehen!«
»Er hatte allerdings die Absicht, hierzubleiben! Er machte sich also des Ungehorsams gegen einen dienstlichen Befehl schuldig. Und da läßt man hier in England nicht mit sich spaßen! — Notabene, wenn der Herr Papa nicht seinen Rang und seine Beziehungen für ihn betätigt! Und der Herr Papa war über seinen Trotz am meisten erzürnt und verlangte, daß man mit aller Strenge gegen ihn vorgehe! So wurde er denn heute früh verhaftet —!«
»Verhaftet?« Barberina erblaßte und verlor auf einmal ihre sonstige Überlegenheit.
»Ja, verhaftet und unter militärischer Bedeckung nach seinem Garnisonsort gebracht! Man wird ihn aber sicherlich schonend behandeln. Bis zur Hochzeit wird er sich allerdings dort gedulden müssen!«
»Bis zur — —«
»Sie wissen doch Bescheid? Er wird Ihnen sicherlich nicht verheimlicht haben, daß er meine Tochter heiraten soll?«
»Sie irren sich in Ihrer Annahme nicht!« sagte Barberina kurz. »Und — jene große Begebenheit — wann findet die statt?«
»In sechs Wochen!«
»Wie schade!« sagte sie übermütig lächelnd, »daß er gerade für die Zeit ein Rendezvous mit mir in Paris verabredet hat! Er wird nicht zur Hochzeit kommen können!«
»Sie glauben?« — Sir Josuah lachte kurz.