Lord Hyndford lachte diskret.
»Ich freue mich, Eure Majestät bei so guter Laune zu finden!«
»Freuen Sie sich, Mylord! Denn wenn die Sache nicht zum Lachen wäre, fürwahr, wir wären in Versuchung, als guter Neffe die Anregung Frankreichs zu befolgen und Ihrem König, meinem Onkel, sein Erbland Hannover zu nehmen! Die Gelegenheit wäre günstig! Mit Frankreich stehen wir dank der Gewogenheit der regierenden Mätresse gut. Rußland akzeptiert die Tochter unseres Feldmarschalls, des Grafen von Anhalt-Zerbst, als Gemahlin des Thronfolgers. In Schweden wird unsere Schwester einstmalen regierende Königin! Sie sehen, wir haben gut vorgesorgt! Wir haben in allen politischen Schlafzimmern Alliierte! Und bleiben selbst wach! Was will das tugendhafte Albion dagegen tun?«
»Eurer Majestät seine Bewunderung und seine Freundschaft aussprechen!«
»Soll das die Kapitulation bedeuten?«
»Sire, wenn Eure Majestät so viel Unterröcke gegen uns ins Feld führen, bleibt kaum noch etwas anders übrig, als standhaft zu kapitulieren!«
»Echt englisch geantwortet! Schöne Phrasen als Verzierung der Fassade und irgendwo für alle Fälle eine offene Hintertür! Gegen den Unterrock helfen aber die Künste der Politik wenig!«
»Eure Majestät haben uns durch Allerhöchst Dero Siege das Gegenteil glorreich bewiesen!«
»Nun«, sagte Friedrich, »mit einer Armee von hundertvierzigtausend Mann kann man sich einiges in betreff der Unterröcke Europas erlauben! Aber reden wir von etwas anderem! Mylord haben sich sicherlich nicht hierher bemüht, um uns mit politischen Schlafkammerangelegenheiten zu unterhalten!«