»Ein hübsches Spielzeug! Wohl französische Arbeit?«
»Ganz recht! Wir sind eben in Verhandlung mit einer französischen Werft! Man ist etwas unbescheiden mit dem Preis! Aber wir werden uns das Spielzeug wohl trotzdem bauen lassen!«
»Eure Majestät wollen eine Flotte ins Leben rufen?!«
»Den Anfang dazu werden wir wohl machen müssen! Seitdem wir Ostfriesland haben und uns in Emden eine Ostindische und eine Bengalische Kompanie errichten, müssen wir auch bereit sein, unsere Kauffahrteischiffe zu schützen! Wenn England in den Kreis unserer Feinde tritt —«
»Eure Majestät belieben zu scherzen!«
Friedrich blickte ihn an, und vor dem durchdringenden Glanz seiner tiefblauen, großen Augen mußte der Engländer zur Seite sehen.
»Allerdings liebe ich den Scherz! Nur möchte ich nicht selbst dessen Ziel sein! Und das mutet mir Ihre Regierung zu!«
»Darf ich mir alleruntertänigst erlauben, feierlichst zu erklären —«
»Mein lieber Lord Hyndford, auf Erklärungen geben wir nichts, wenn sie mit den Tatsachen nicht übereinstimmen! In dem mir sehr wohlbekannten Vertrage von Worms hat England der Kaiserin und Königin ihren Besitz vor dem Jahre 1739 feierlichst garantiert! Obwohl wir ihr nach besagtem Jahre Schlesien abgenommen haben! Es ist genau so, als ob mein Onkel, der König von England, ihr noch nachträglich den Besitz ihrer Unschuld garantieren wollte, die sie zweifelsohne besaß, ehe sie ins Brautbett stieg! Und — von dem gleichen Effekt! Denn weder Schlesien noch ihr Jungferntum kriegt sie wieder!«