»Er hat um Audienz gebeten! Sein Stand und Rang erlauben ihm das schon! Er scheint aber ganz außer Rand und Band zu sein! Er will sie zur Frau haben! Er bietet sich an, uns eine andere Danseuse zu stellen, die ihre Sache ebensogut macht! Er will uns die Kosten ersetzen! Er fleht uns an, ihm die Mariage mit ihr zu gestatten!«
»Die möchte ich eben verhindern! Eine Person von solch niedriger Geburt kann nimmermehr in unsere Familie aufgenommen werden! Da bitte ich Eure Majestät, mir die große Gnade erweisen zu wollen, seine Bitte rundweg abzuschlagen!«
»Mein lieber Lord, wir haben genug zu tun, um unsere eigenen jungen Leute vom Adel davor zu bewahren, sich zu mesalliieren! Wir haben keine Neigung, uns auch in die amoureusen Affären der Herren Engländer zu melieren! Mag Sein Neffe sich mit der Mamsell kopulieren lassen oder nicht — uns tangiert das nicht im geringsten! Wenn sie bezaubernd schön ist, wie Er sagt, so riskiert Seine gute Familie höchstens, das abgestandene Blut ihrer Ahnen aufzufrischen! Wir wollen England darinnen gerne begünstigen!«
Hyndford gab den Brief zurück und verbeugte sich schweigend.
»Er braucht mir das nicht krumm zu nehmen! Er kann sich dafür eine andere Gnade ausbitten!«
»Wie dürfte ich es wagen, nachdem ich so unglücklich war, Eure Majestät mit dieser geringen Bitte zu mißfallen!«
Friedrich dachte einen Augenblick nach.
»Er ist ein Querkopf! Er ist mir aber trotzdem persönlich wert! Wenn ich nun ihm persönlich zu Gefallen in Seine Bitte einwillige — sage Er mir, will Er mir dann auch persönlich zu Diensten sein?«
»Majestät brauchen nur zu befehlen!«