»Und auch das war gänzlich überflüssig!« sagte Barberina. »Ich wüßte jedenfalls keinen, dem ich meine Freiheit opfern möchte!«

»Und doch weiß Fama zu berichten, daß Mademoiselle unter Dero berühmtesten Entrechats auch den Sprung in die heilige Ehe zu studieren mit Erfolg bemüht waren!«

Barberina nippte an ihrem Glas und gedachte einen kurzen Augenblick ihres entschwundenen Liebhabers.

»Die Zeit des Studiums ist vorüber!« sagte sie dann mit einem leichten Seufzer. »Aber wir wollen unseren liebenswürdigen Baron nicht unterbrechen! Erzählen Sie weiter von Ihrem illustren Abenteurer! Sein Metier interessiert mich!«

»Sein Metier brachte ihm nicht so viel Schätze ein wie Ihnen das Ihrige!«

»Der Ärmste!«

»Er war nämlich Goldmacher —!«

»Die Kunst haben Sie dann wohl bei ihm gelernt, Pöllnitz, nach Ihren Reichtümern zu urteilen?« fragte Rothenburg sarkastisch.

»Ich habe sie gelernt! Wahrhaftig, ich nahm bei ihm Unterricht! Leider aber lernte ich später auch die Kunst, Gold zu Papier zu machen, als ich zu Zeiten Laws in Paris war! Und das rächt sich! Das gelbe Metall verlangt vor allem Treue! Aber — bleiben wir bei unserem Abenteurer! Ich war noch ein junger Mann, als er an den Hof von Berlin kam!«

»Welchen Glauben hatten Sie damals gerade, lieber Baron?« fragte Rothenburg süffisant.