»Parole d'honneur, ich habe es gesehen! Und es war kein Traum! — Ich ging zu ihm in sein Laboratorium! Ich war neugierig! Alle Welt drängte sich ja dazu, sein Geheimnis zu erforschen — er aber wies sie sämtlich ab. Nur zu mir hatte er Vertrauen!«
»Er war ein Menschenkenner!«
»Zweifelsohne! Er lud mich also ein — ließ mich feierlichst schwören, das Geheimnis zu wahren —!«
»Sehen Sie!« rief Chazot. »Er wußte, daß er sich auf Ihr Plaudertalent verlassen konnte!«
»Lieber Graf!« schmollte Barberina, »ich brenne vor Neugier! Reden Sie doch dem armen Baron nicht ins Gewissen! Lassen Sie ihn doch weiter erzählen!«
»Ich bemühe mich ja nach Kräften, ihn dazu zu bringen, den Schwur zu brechen!«
»Nicht nötig, lieber Graf!« rief Pöllnitz lebhaft. »Ein Eid ist doch nur dem Sinn nach zu halten! Wenn jemand mir ein Geheimnis unter dem Siegel der strengsten Verschwiegenheit anvertraut, so tut er's doch nur in der Absicht, ihm die größtmögliche Verbreitung zu verschaffen!«
»Ganz recht!« lachte Rothenburg, und alles lachte mit.
»Ich bitte Sie«, sagte Pöllnitz, »sonst würde er mir doch nicht das Geheimnis verraten. Ich hab's denn auch ruhig weitergegeben, und — wenn's Ihnen Vergnügen macht —«
»Aber sehr!« rief Barberina.