Er aber verzog keine Miene und verharrte in demselben trockenen, fast geschäftsmäßigen Ton.

»Das ist die Karriere!« sagte er. Und sie lachte noch toller.

»Es ist mein Ernst, Madame«, sagte er dann, ohne sich von ihrer Munterkeit anstecken zu lassen. »Nichts ist unwiederbringlich! Das Leben neigt sich immer wieder seinem Anfang zu, wenn es die Mittagshöhe überschritten hat, und da findet sich so manches verloren geglaubte Gut aufs neue am Wege!«

»Auch die Tugend?!«

»Die vor allem! Man findet sie — bei anderen und hütet die neuen Besitzer vor dem Schaden, den man selbst erlitt! Das ist die größte Tugend!«

»Du wirst mich noch fromm machen wollen!«

»Madame waren als Kind sehr zur Frömmigkeit geneigt. Das Alter pflegt sich gemäß der Kindheit zu gestalten. Das fügt sich ohne eigenes Zutun, noch das anderer Leute!«

»Gott sei Dank! Sonst müßte ich noch befürchten, daß du mich dazu bringen willst, ein Tugendasyl zu errichten!«

»Das Geld dazu hätten Madame! Und woher stammt es? Zweckmäßiger könnte es nicht verwendet werden als zur Verstopfung seiner Quellen!«