Sie stand auf.

»Du wirst dreist!« sagte sie und ging an ihren Schreibtisch. »Es ist aber gut, daß du mich an das Geld erinnerst; denn dafür muß noch beizeiten gesorgt werden.«

»Madame wollen es doch nicht Dero geschiedenem Gatten vermachen?«

»Weder habe ich Lust dazu, noch würde er es brauchen! Als herrenloses Gut will ich es aber auch nicht hinterlassen.«

»Würden Madame es dann nicht wenigstens so nutzbringend anlegen, daß Ihnen daraus noch bei Lebzeiten ein Vorteil erwachsen könnte?«

»Wie meinst du das?«

»Ich denke, Madame könnte es zu irgendeinem wohltätigen Zweck zur Verfügung stellen und daran Bedingungen knüpfen, die für Dero Person die Folge hätten, die ehemalige Tänzerin und die geschiedene Frau Präsidentin Cocceji vergessen zu machen, indem sie, in den Augen der Welt, nicht nur rehabilitiert, sondern sogar erhöht würde!«

»Du denkst an eine Standeserhöhung!«

»Ganz recht, und an eine damit verbundene Namensänderung!«

Sie überlegte es sich einen Augenblick.