»Das nicht! Aber auch kein Wort von Zahlung!«
»Das ist selbstverständlich! Als ehrbare Frau werdet Ihr doch keine Geschenke annehmen?«
»Wir sind arm, wir haben nichts.«
»Woher denn der Stolz? Woher das hochfahrende Wesen, das sich Eure Tochter mir gegenüber herausgenommen hat?«
»Hat sie? Die Undankbare! Die Gottverlassene! Ich werde ihr schon — wartet nur, ich werde ihr schon den Kopf zurechtsetzen! Babara — komm her —— so komm nur —— schnell — auf der Stelle kommst du her und küßt dem gnädigen Herrn die Hand und bittest um Entschuldigung! —— Auf den Knien sollst du ihn um Entschuldigung bitten, du launenhaftes Geschöpf, du dummes Ding! Nun, kommst du?! Warte nur, ich bringe dich schon zur Vernunft!«
Aufgeregt lief sie durchs ganze Haus, um Babara zu suchen, aber fand sie nirgends und kehrte keuchend ins Wohnzimmer zurück, wo sich Fossano inzwischen auf einen Stuhl niedergelassen hatte und gleichgültig seine brillantengeschmückten Finger musterte.
»Laßt nur — regt Euch nicht weiter auf — ich mache mir nichts aus ihr, und wenn sie mir tausendmal die Hände küßte! Sie taugt nichts! Sie ist für mich abgetan! Basta! Und da ich mich in ihr geirrt habe — da sie nicht die große Künstlerin werden kann, wie ich hoffte, da ich also nicht die Befriedigung als Lohn für meine Arbeit haben kann, so müßt Ihr mir eben meine Mühe mit Geld zahlen! Das seht Ihr doch ein?«
»Gewiß sehe ich ein, daß wir Euch zu großem Dank verpflichtet sind! Aber woher das Geld nehmen, um Euch zu bezahlen? Ich bin arm — ich besitze nichts — als dies elende Haus!«
»Da müßt Ihr eben das Haus verkaufen.«
»Großer Gott —— dann müßten wir alle auf der Straße betteln gehen! —— Wo soll ich denn hin mit meinen Kindern?«