»Nicht schlecht!« lachte Se. Hoheit, »gar nicht übel! Da, nimm, du Spaßvogel!« — Er warf dem Türsteher ein Geldstück zu. »Was soll das aber heißen? Was meint er damit?«
»Er meint, daß er heute abreisen will, wenn er nicht empfangen wird!«
»Ich empfange, wann ich will und wen ich will!«
»Das habe ich ihm auch deutlich zu verstehen gegeben! Ich habe ihm gesagt, daß Hoheit mit Geschäften überladen sind — ich habe ihn gebeten, morgen wiederzukommen. Acht Tage hintereinander ist er auch wiedergekommen. Nun will er aber nicht mehr. Noch heute reist er nach London, sagte er. Und das glaubte ich Hoheit nicht vorenthalten zu dürfen ——«
»Hierbleiben soll er! Ich werde ihn arretieren lassen, sag ihm das von mir! Wenn er nur den Versuch macht, sich ohne Urlaub zu entfernen —— acht Tage —— acht Tage antichambriert er nur? Das genügt noch lange nicht! Und du hast ihn nicht gemeldet? Du hast ihn ruhig gehen lassen? Das ist sehr gut — sehr brav von dir! Diese Künstler müssen kurz gehalten werden! Verwöhntes Volk! Muß sich ducken lernen! Geh jetzt, laß ihn noch warten — vielleicht empfange ich ihn später!«
Der Kammerdiener ging.
»Wo waren wir denn mit dem König stehengeblieben?« »Ich wollte eben vom ersten Besuch Seiner Majestät in dieser Woche in La Muette erzählen ——«
»Ganz richtig! Was ist denn dabei geschehen?«
»Seine Majestät ritten, wie immer, durch das Bois nach Madrid zum gewohnten Besuch bei Mademoiselle, der Marquise du Charolais ——«