»Aber ja! Natürlich, Vater! Wir zwei, wir sind ja nämlich schon längst – verheiratet ...«
»Wa–as ...?«
»Ja, Vater! verzeih – das ist nämlich mein Eduard – der Eduard Flemming, der Maler ...«
Herr Schoißengeyer sah Thilde sehr bedenklich an und machte dann, gegen die Mutter gewendet, eine Handbewegung nach der Stirn, als wollt er sagen: »Mir scheint!«
Frau Marie aber trat zu ihm hin und sagte sehr lieb und sehr befangen: »Ja, Toni – es ist so, wie sie sagt.«
»Macht's kan dummen Spaß mit mir! Hört's! Der Hannes, mein Bruder hat doch gschriebn!«
»War einverstanden!«
»Und der Rudolf, in Eduard sein Vater?«
»War einverstanden!«
Jetzt kam der kritische Augenblick: Herr Schoißengeyer wollte wild werden. Da aber sank Thilde wie bei ihrer Heimkehr zu seinen Füßen und blickte stumm zu ihm auf. Und stumm flehten ihre großen dunklen Augen. Und Eduard – tat das gleiche. Und die Mutter – tat das gleiche.