Er taumelte erschüttert einige Schritte vor. Ein Stuhl stand im Weg und im Dunkel. Er stürzte darüber.
Tief erschrocken eilten die Frauen herbei. Elsa kam mit dem Lichte. Langsam hatte der Mann sich aufgerichtet und blickte totenbleich nach der Mutter wie nach einer Erscheinung.
»Mutter – bist du 's wirklich? Sie sagten – sie sagten – – du seist gestorben ...«
Die Frauen sahen sich sprachlos an.
»Die alt Brunnerin, sagten sie, sei gestern verschieden. Die von Almau hier.«
Die Mutter faßte sich zuerst.
»Bibi ist gestorben, Franz, die alte Bibi.«
»Die – alte – Bibi ...« So hieß die alte Bibiana Brunner schon in den Tagen seiner Jugend. Ein Lächeln trat in seine Züge. »Und hat ihre Tochter nicht eine Menge Kinder?«
»Freilich hat die Bachlehnerin eine helle Schar davon. Ich mein, wohl ein Dutzend.«
»So war ich also der lieben alten Bibi ein unbewußter Himmelsbote. Und du, Mutter, du wolltest wohl eben, des Wartens müde und erstarrt von der Enttäuschung, zu Bette gehn?«