Förster: Ich weiß, was gegen die schuldige Achtung geht. Ob zwar der Feldmann ein Ausbund von Hund ist, der sich da nichts zu Schulden kommen ließ ...

Gisela: Ich möchte den Ausbund von Hund gern einmal sehen. Das muß einer sein! Wie der Herr, so sein Hund!

Förster: Ach halt so Wörtlein. Wenn mein Weib wollt einmal so ein Wörtlein in den Mund nehmen! Das wär ein Leben! Wüßte nicht, was ich auf der Herrgottswelt noch wünschen möcht! Seit Ihr da seid, Gräfin Gisela.

Gisela: Förster, einen Kavalier hat der Junggraf an Euch.

Förster: An mir! An so einem groben Waldmenschen! Ich hätt eben auch gern Kinder gehabt, wie andere Leut, so Flachsköpf umeinander, sieben wären mir noch zu wenig gewesen, alleweil hätt sollen eins in der Wiegen liegen!

Gisela: Darum habt Ihr mich auch so sanft getragen, wie eins von den Kleinen, die noch in der Wiegen liegen. Die sind die Liebsten, die Kleinen, mit den Augen so blau, so frisch noch vom Kinderbrünnlein. Förster, das gehört auch zu meinem Hexenjammer, daß mir Niemand so ein liebes Kind in den Arm geben will! Wie ich noch klein war, riefen die Mütter ihre Kindlein von mir hinweg — und gar in eine Wiege sehen! Nur die nicht hineingucken lassen mit ihren blauen Hexenaugen, sonst wird das Kind krank, hört ich die Weiber hinter mir sagen.

Förster: Ach zu Eurem Hexenjammer gehört Viel! Wenn Ihr davon anfangen wollt, so müßt ich eben doch einmal nach dem Löwen sehen.

Gisela: Ich rede nicht davon, nein. Wenn es mir möglich ist. Ach ich wollte Euch ja Etwas fragen. —

Förster: Ists ein langer Jammer oder ein kurzer? Ein kurzer, wenn es einen gäb, wär mir schier lieber, als so der Gang nach dem Löwen — durch den Regen, die schwätzen dort immer das Gleiche.

Gisela: Es wird ein ganz kurzer Jammer nur. Mir träumte, ich sei wieder ... Gräfin.