Förster: Wär dem auch zu wohl, dem alten Vieh! Wollt Euch angucken, der sieht gleich, wo was zu sehen ist. Und Vorderpfoten herauf, Maulaufreißen und lachen! Und ein Flecken wär auf der gelben Decke.
Gisela: Der Feldmann! Ich muß den sehen; und lachen kann er auch! Dort auf der Matte kann er liegen, oder lacht er da nicht?
Förster: Lächern kanns ihn schon. Wißt Ihr, so die Lefzen über die hinteren Zähne hinauf ziehen. Zum Lachen reißt er gleich das ganze Maul auf.
Gisela: Dann wollen wir ihn einmal lächeln lassen, den Feldmann. Gibt es da Dinge in dem Schloß Schweigen! Erzählt das doch dem Junggrafen.
Förster: Weiß der schon lang, sagt jedesmal: Komm, lach auch, Feldmann ... nicht wie die im Löwen. Und der Feldmann tuts.
Gisela: Im Löwen, da verstehen sie wohl den Feldmann nicht so, aber der Junggraf, der versteht ihn.
Förster: Dem hängt eben auch so Narrenwerk herunter! Hat der alt Graf mit dem schon Nöten gehabt, mit dem seinem Narrenwerk. Von Kind auf hat ers getrieben. Schläg soll er bekommen haben, mehr als genug. Der Herr Hofprediger soll ihn einmal aus der Kinderlehre gejagt haben. In Straßburg hätten die gelehrten Herren gesagt, der Junggraf könnt seinem Kopf nach zu allen Ehren kommen, die sie zu vergeben hätten, wenn er nicht so viel Allotria, sagten sie, betreiben wollte. Wie sie auch sagten, Narrenwerk haben sie gemeint.
Gisela: Ich kenn sein Narrenwerk! Fremde Hexen, die er nie gesehen hat und die sich an ihn kletten könnten und ihm sein ganzes Leben verderben, aus Gewölben tragen.
Förster (schlägt sich auf den Schenkel): Von seines Vaters Gericht hinweg! Nach vier Stunden schon, durch den Erdboden durch! War sein feinster Streich! Kaum seid Ihr in dem Gewölb, so reitet er herüber. Mich hat er schwören lassen, daß ich Nichts verrate, ist mir nicht leicht angekommen! Hinter meines Herren Rücken! Dreht mir mit drei Worten und Eurem Hexenjammer das Herz im Leib herum ... die Stuben angesehen, Alles befohlen, wies gemacht würd, Nichts vergessen — nicht daß das Bett gleich aufgeschichtet würd, daß ein Rosenstrauß aufs Tischlein käme, ein Imbiß bereit, fort hinüber die zwei Stund, sein Pferd strauchelt unter ihm, lahmt, daß er eine halbe Stunde verlieren muß und wieder hier mit Euch in derselben Nacht und vor Morgen wieder zurück. Wundert mich nur eins, stark wundert michs, daß der alte Graf es nicht gleich gewußt hat, wer Euch fortgebracht.
Gisela: Eine halbe Stunde kam er zu spät. Es geht viel in eine halbe Stunde.