»Wer hat da noch gesprochen?«
»Der Franz!« riefen viele Kinder und deuteten auf des Holzhackers Franz.
»Was hat er gesagt?«
»Er hat gesagt: dem Lehrer gehören die Birnen nicht, der kann gar nicht sagen, wer sie essen darf oder nicht!«
»So? Solche Reden führst du? Die Birnen gehören mir freilich nicht und meinetwegen kannst du sie essen, aber heute nachmittag von vier bis fünf Uhr hast du Arrest, Frau Semmelmeier wird dich holen, wenn du nicht von selbst kommst!«
Nun war's mäuschenstill in der Schule, und der Lehrer hatte es leichter als sonst; jedes hatte Angst, daß es ihm auch so gehen möchte, wie dem Franz, und hielt sich so brav wie möglich. Nach der Schule aber brach der Jubel um so lebhafter wieder los, nur Franz, der sonst immer unter den lautesten war, schlich sich ganz stille nach Hause. Hans und Felix aber gingen zusammen zu Herrn Baumann und kamen gar bald vergnügt wieder herunter, denn Herr Baumann hatte erklärt, wenn ein solches Abschiedsfest gefeiert werde, könne von einer Stunde gar keine Rede sein. Überhaupt habe Felix jetzt bald seine Kameraden eingeholt und es dürfe nun wohl manchmal eine Stunde ausfallen. Das hörte Felix sehr gerne und dem guten Hans war es recht um Felix willen.
Als Gretchen daheim ihren Vater sah, fiel sie ihm in ungestümer Freude um den Hals und dankte ihm.
»Also hab ich's recht gemacht?« fragte der Vater, »freilich bekommen nun nicht nur die etwas, die du auf deinen Zettel geschrieben hast, sondern alle. Wir dachten aber, wer kann so genau wissen, welche Kinder arm sind? Und für den Schäfer-Hans, der wohl der ärmste von allen ist und der immer meiner kleinen Prinzessin die Griffel spitzen mußte, hat sich die Mutter noch etwas besonderes ausgedacht.«
»O, was ist's, Mutter?«