»Dem Sturm, dem Regen, dem Wind entgegen,« antwortete Hermann, »da draußen ist’s lustig jetzt.«
War’s draußen oder war’s drinnen im Herzen so lustig? »Auf Wiedersehen am ersten Oktober,« sagten sie zueinander.
Als sie allein waren, kehrte die Frau Apotheker an den Tisch zurück, an dem ihr Mann sinnend stand und mit Wohlgefallen in den Pülverchen wühlte. »Recht geschickt ist er geworden in der kurzen Zeit,« sagte sie.
»Geschickt? ja,« antwortete der Apotheker. »Geschickt sind manche. Aber solchen festen Willen und solche Beharrlichkeit, hast du die schon getroffen, Frau? Damit richtet man Großes aus in der Welt!«
»So hätte er doch studieren sollen.«
»Laß ihn nur in aller Stille und Bescheidenheit heranreifen in der Apotheke; wenn Gott einen großen Geist in ihn gelegt hat, so bricht der sich Bahn, und ich will ihm helfen und ihn fördern, so gut ich kann.«
Fröhlich eilte Hermann seiner Heimat zu. Keinem Menschen begegnete er in dem Unwetter, auch der Wegmacher hatte sich geflüchtet. Jetzt hatte er sein Dorf, sein Haus erreicht. Rascher und lauter als sonst ertönte sein Tritt im Flur des elterlichen Hauses. Sie erkannten seinen Schritt nicht. »Das ist nicht Hermann, wer kann’s sein? Wer kommt?« fragte die Mutter, als er schon die Zimmertüre öffnete und triumphierend ausrief: »Der Lehrling von der Adlerapotheke!«