Da ergriff der junge Mann den Fisch und schlug ihm den Kopf mit solcher Macht auf, daß dieser fast davonflog.

»Nun ist er gewiß ganz tot,« sagte der Bursche, »ich kann ihm aber auch noch den Bauch aufschlitzen, wenn Sie wollen.« Bereitwilligst reichte Frida ein Messer her. Sie gewann immer mehr Vertrauen zu ihrem Küchenjungen.

»Können Sie ihn vielleicht auch ausnehmen?«

»Ich habe es zwar noch nie getan, aber so fest wird’s nicht sein, daß ich’s nicht herausreißen kann. Wollen Sie nicht zusehen, ob ich’s recht mache?«

»Ich sehe es gut aus der Ferne,« sagte vom Herd aus Frida, die ihr Grauen vor dem Fisch gar nicht mehr los werden konnte.

»Darf man alles herausreißen, was darinnen ist?«

»Nehmen Sie nur alles heraus, was gut ist, kann ich ja wieder hineintun.«

Der Bursche brauchte nicht einmal seine ganze Kraft, um den Fisch auszunehmen, und er machte seine Sache ganz geschickt.

Nun war Frida wieder in glücklicher Stimmung. Ihr Mißtrauen gegen den Tod des Tieres war verschwunden und eifrig machte sie sich daran, den Fisch kunstgerecht zuzubereiten.

»Kann ich dem Fräulein sonst noch etwas helfen?« fragte der Bursche. »O ja, bitte, wenn Sie mir noch helfen wollten, kleine Kartoffeln zu richten, wäre ich recht froh.«