»Sie hat gar keine gehabt!«

»So, und ein solch tadelloses Mädchen hat dein Vater gehen lassen? Warum ist sie denn nicht geblieben?«

»Weil – weil eben –«

»Weil sie eben gegangen ist, nicht wahr,« sagte die Mutter, die den Grund wohl erraten mochte. »Aber höre, wie machen wir denn das, können wir sie nicht wieder bekommen?«

»Sie ist bloß zu ihren Eltern gegangen, aber Papa will eine andere.«

»Ja, ja und diese ist auch schon gedungen. Für das nächste Vierteljahr können wir also nichts machen; aber dann – wie meinst du, wenn....«

In diesem Augenblick klopfte jemand an die Türe. Die junge Frau wurde gerufen, sie möchte doch kommen, man warte schon lange auf sie.

»Schon gut, ich komme gleich, ich habe nur vorher noch häusliche Angelegenheiten mit meiner Tochter zu besprechen.«

Das Haar war längst geflochten, die Mutter saß auf dem Rand des Bettes. »Wie meinst du, wenn wir beide an Weihnachten auf unseren Wunschzettel setzen, daß wir Lisette wieder möchten? Da wird sie uns dein Vater bescheren, meinst du nicht? Das wollen wir uns vornehmen.«

»O ja,« sagte Berta, ganz beglückt über diese Aussicht, »das ist ein schöner Plan!«