»Daß Berta und ich uns einmal in Liebe begegnen würden, habe ich sicher geglaubt; aber daß wir uns so schnell finden könnten, hätte ich noch heute abend nicht zu hoffen gewagt!«
»Gott sei Dank,« sagte der Vater; und die drei, die da beisammen im stillen Schlafkämmerchen waren, sahen viel glücklicher aus, als damals im strahlenden Hochzeitssaal.
Die Mutter aber richtete sich nun auf und sprach: »Mein Kind muß jetzt schlafen,« und schnell ergriff sie die Haarbürste und begann ihr Werk. »Morgen wollen wir es besser flechten, daß es sicher nicht mehr aufgeht.«
»Ist nicht nötig, Mutter,« sagte Berta und lachte die Mutter dabei so schelmisch an, daß dieser auf einmal klar wurde, welche Bewandtnis es mit dem Haar gehabt hatte.
»Von jetzt an sollst du solche kleine List nicht mehr nötig haben, ich komme von selbst an dein Bett.«
»Und du, Mutter, sollst nicht nötig haben, die Lisette auf den Wunschzettel zu setzen; ich will nicht, daß du meinetwegen die Christine fortschickst, die dich so gern hat!«
»So, solche Pläne sind da geschmiedet worden?« sagte der Vater. »Du wolltest wohl Lisette wieder ins Haus bringen? Das wäre euch aber nicht gelungen, sie heiratet!«
»Ist es dir leid?« fragte die Mutter.
»O nein,« antwortete Berta, »jetzt kann ich sie entbehren, jetzt, Mutter, wo du da bist!«