»Anpreisen freilich nicht, aber du hättest doch so zufällig die Rede darauf bringen sollen, daß er schon so gelehrt ist.«

»Der Apotheker wird’s bald selbst herausfinden.«

»Hast aber doch wenigstens das gesagt, daß unser Hermann gar keinen größeren Wunsch hat, als einmal ein Apotheker zu werden, und daß ihm die Apothekerbücher lieber waren als alle Spiele und Kameradschaft? So etwas muß man doch seinem Kinde zuliebe sagen!«

»Alles Nötige ist beredet worden, Frau, darüber kannst du ganz ruhig sein, und der Hermann ist ja auch keiner von den ängstlichen, er hat ganz zutraulich getan mit dem Apotheker.«

»So? das sieht ihm gleich. Er wird auch bald der Liebling sein in der Apotheke, wie er es in der Schule auch war. Alle haben ihn gern.«

»Das ist wahr. Wegen Hermann dürfen wir ruhig sein, der geht seinen Weg leichter als seine Brüder, gottlob! Man hat sonst genug Sorgen.«

Während die Eltern so über Hermann sprachen, sagte die Frau Apotheker zu ihrem Mann: »Nun, wie kommt er dir vor? es ist ein lieber Mensch, scheint mir.«

»Ja, und gescheit, aber –« und bedenklich schüttelte Mohr den Kopf.

»Aber ungeschickt, gelt? Gleich hat er die Kaffeetasse umgestoßen.«

»Und kann kein Gläschen zubinden und kein Pulver einwickeln, ich will nur sehen, wie das geht.«