„Wir haben weiter keine Patin, nur einen Paten! Lene meint, er werde Fräulein Gretchen schon recht sein, nämlich der Hofkutscher Plitt.“ „Den kenne ich ja schon, das wird wunderschön! Wann soll denn die Taufe sein?“

„Wir haben noch nicht mit dem Pfarrer gesprochen.“

„Welcher Pfarrer ist’s?“ fragte Gretchen begierig; „am Ende unser Pfarrer Kern?“

„Ich kann’s nicht sagen. Herr Pfarrer Kern gehört schon auch in unsern Distrikt, aber die Herren wechseln ab mit den Taufen, und da weiß man nicht so, wer die Woche hat.“

„Das kann ich erfragen, und nicht wahr, dann richten wir’s doch so ein, daß die Taufe ist, wenn unser Pfarrer die Woche hat?“

„Wenn’s halt nicht gar zu lang dauert. Ich kann’s nicht leiden, so alte Täuflinge, die fast schon dreinschwätzen.“

„Gleich morgen frage ich und bringe der Lene Antwort,“ rief Gretchen ganz im Eifer.

Der Kutscher empfahl sich. Zu seiner Frau daheim sagte er: „Ungern genug bin ich mit meiner Bitte in ein so vornehmes Haus gegangen, aber jetzt ist mir’s recht, daß ich droben war. Wie hätte ich das auch denken können, daß sich das Fräulein so über die Patensache freut!“

„Ich hab’ dir’s doch vorher gesagt!“

„Ich hab’s halt nicht geglaubt. Ihr Weiber schwätzt gar viel, da kann einer nicht alles glauben.“