„Nein, gewiß nicht!“ ertönte es fünfstimmig.
„Nun wohl! So wollen wir die Lage, in die sich unser Frommherz freiwillig begeben, wenigstens zum Guten zu wenden suchen: wir empfehlen den Zurückbleibenden der Güte und Nachsicht unseres lieben, ehrwürdigen Eran.“
„Das fehlte noch!“ wetterte Piller.
„Warum nicht?“
„Ich verstehe Sie einfach nicht, Stiller!“
„Nun, so lassen Sie mich ruhig fortfahren. Während des Lesens von Frommherz’ Brief ist mir der Gedanke gekommen, daß unser Freund nach unsrer Abreise zur Strafe für sein eigenmächtiges Zurückbleiben und den dadurch bewiesenen Mangel an Gemeinschaftsgefühl möglicherweise nach den Gefilden der Vergessenen verbannt werden könnte.“
„Was ihm ganz recht geschehen würde!“ warf hier Brummhuber ein.
„Nein, das wollen wir ihm eben zu ersparen suchen. Möge er unter ähnlichen Bedingungen wie bisher hier weiter leben! Dieses Bewußtsein läßt uns später mit reineren Gefühlen an den Freund zurückdenken und wirft keinen Schatten auf die Erinnerung an unsere schöne Aufenthaltszeit hier oben. Nun wohl, so lassen Sie mich, bitte, gewähren! Ich rede nachher mit Eran und suche mit ihm zusammen das Unangenehme möglichst gut zu ordnen.“
„Stiller, Sie beschämen uns, Sie sind ein braver Kerl — der Beste von uns!“ Piller schneuzte sich sehr kräftig nach diesen Worten . . .
„O nein, mein Lieber! Ich war nur nicht umsonst hier oben unter diesen prächtigen, hoch denkenden und handelnden Menschen. Sie sehen nur, daß ich von ihnen etwas gelernt habe.“