Am Abend des denkwürdigen Tages saß Fridolin Frommherz zum letzten Male mit Bentan auf der Terrasse von dessen Hause. Morgen wollte er Angola verlassen, um mit Eran zusammen nach Lumata zu ziehen.

„Habe ich dich nicht heute mit dem Entschlusse meiner Rückkehr zur Erde überrascht?“ fragte er seinen Gastgeber.

„Durchaus nicht!“ entgegnete Bentan ruhig. „Ich erwartete die Äußerung dieses Wunsches und finde, daß du für ihn sehr geschickt den richtigen Augenblick gewählt hast.“

„Ja, der Gedanke, den Lichtentsprossenen zu verlassen, hat unendlich lange Zeit bei mir zum Reifen gebraucht,“ erwiderte Frommherz.

„Das wirklich Gute bedarf immer einer angemessenen Zeit zur Entwicklung.“

„Gewiß! Ob ich nicht aber schon früher hätte fortziehen sollen?“

„Ich glaube nicht. Ich habe den Eindruck, daß du zur richtigen Zeit den richtigen Weg gefunden hast. Deine Arbeit hier ist vollendet. Du warst uns auch nebenbei in den Jahren der Gefahr und Not ein schätzenswerter, fleißiger Beistand. Und jetzt, wo du dich uns gegenüber durch deine Gegenleistungen von jeder moralischen Verpflichtung gewissermaßen befreit hast, konntest du deiner Bitte auch den berechtigtsten Ausdruck verleihen.“

„Es freut mich aufrichtig, daß du so denkst, ehrwürdiger Bentan.“

„Nun, mein lieber Freund Fridolin, bist du jetzt nicht selbst froh darüber, daß ich dir einst abriet, eine Ehe hier einzugehen? Sieh, damals schon ahnte ich das, was heute gekommen ist. Ich wies auf die Stunde hin, die möglicherweise erscheinen könnte, in der du gern frei über deine Person verfügen möchtest. Heute hat diese Stunde geschlagen.“