„Nein, lieber Freund, dreimal nein! Doch streiten wir nicht über diesen Punkt! Darüber einigen wir uns zu meinem aufrichtigen Bedauern nie, wie mir scheint.“
„Piller neidet Frommherz eben den guten Marstropfen,“ spottete Brummhuber.
„Hat etwas Wahres, was du sagst, Brummhuberchen. Im übrigen, Stiller, bringe eine Flasche des heimischen Nektars von Neckars Halden, Zuckerle genannt. Ich habe eine sehr empfindliche Anwandlung von Schwäche.“
„Piller, wir kennen dich und deine vielen Schwächeanfälle,“ antwortete Brummhuber, während Stiller aus dem Zimmer trat und den Befehl erteilte, den gewünschten Wein herbeizubringen.
Als der Gelehrte in das Gemach zurücktrat, fielen gerade die letzten Strahlen der untergehenden Sonne durch dessen hohe und breite Fenster. Eine Fülle goldenen Lichtes umspielte die hohe Gestalt des Gelehrten und seinen feingeschnittenen Kopf.
„Eran, nur etwas verjüngt,“ rief Piller, als er seinen Freund in dieser Beleuchtung erblickte.
„Wahr gesprochen! Stiller hat eine merkwürdige Ähnlichkeit mit Eran,“ bestätigte Brummhuber.
„Eine Ähnlichkeit, wenn auch nur äußerlich, mit diesem vortrefflichen Weisen der Marsiten könnte mich nur ehren,“ entgegnete Stiller ernst:
„Du hast sie, und zwar in geradezu staunenerregendem Maße, seitdem du älter geworden bist. Haar und Bart sind ja jetzt auch bei dir weiß geworden. Und fällt das Licht auf dein Gesicht wie soeben, so ist diese Ähnlichkeit tatsächlich frappierend. Es fehlt dir nur noch die Kleidung, und du könntest sofort an Stelle Erans in den Stamm der Weisen in Angola eintreten.“
„Brummhuber hat recht. Du bist Erans getreues Ebenbild,“ fügte Piller bei.