„Was wohl Fridolin Frommherz macht?“ entfuhr es unwillkürlich den Lippen Pillers, des Arztes, der im bequemen Lehnstuhle saß und sinnend den Himmel betrachtete.

„Daran dachte auch ich in demselben Augenblicke,“ entgegnete Stiller lächelnd.

„Nun, wie soll es dem Ausreißer dort oben gehen? Natürlich nur gut,“ warf Brummhuber ein.

„Das können wir nur vermuten, mit Bestimmtheit aber nicht sagen, lieber Brummhuber,“ erwiderte Stiller sanft.

„Was vermuten! Was nicht mit Bestimmtheit sagen!“ schrie Piller, dessen Stimmung seit Jahren schon mehr und mehr gereizt geworden war. „Ich sage euch, der Knabe Fridolin hat es besser als wir. Wie kann es einem Menschen im Paradiese der Marsiten, bei diesem geistig und körperlich gleich hervorragend gesunden Volke anders gehen als gut, als ausgezeichnet? Mich interessiert auch deshalb nicht, wie er sich befindet, nur was der Drückeberger treiben mag dort oben auf dem Lichtentsprossenen.“

„Er schreibt möglicherweise noch an dem deutsch-marsitischen Wörterbuche,“ lachte Brummhuber. „Weißt du noch, Stiller, wie Eran, der würdige Patriarch, von dieser Art der Bestrafung des Ausreißers sprach, als du ihn der Nachsicht der Marsiten besonders empfahlst?“

Der Angeredete nickte lächelnd.

„Wohl bekomm’s ihm! Die Arbeit hätte ich auf keinen Fall ausgeführt,“ erwiderte Piller finstern Tones.

„Mühevoll ist sie, gewiß,“ bestätigte Stiller. „Fridolin wird aber ohne Zweifel seine Aufgabe gelöst haben, wenn auch erst nach Überwindung einer langen Reihe von Schwierigkeiten verschiedenster Art.“

„Recht hat er gehabt, daß er oben geblieben ist,“ knurrte Piller.