Diese Antwort ging über Schutzmann Dietrichs schwaches Begriffsvermögen.
„Der Mann hier ist mit einem Luftschiffe gekommen. Ich sah es von weitem,“ mischte sich jetzt einer der neugierigen und freiwilligen Begleiter des Gelehrten in das Verhör.
„So, so, ist das also ein solcher Reisender?“ erwiderte der Schutzmann etwas gedehnt. „Ja, jetzt fahren sie öfters über die Grenzen weg in unser Land hinein und stellen allerlei Unfug an.“ Wieder traf Frommherz ein finsterer Blick unverhohlenen Mißtrauens.
„Wer sind Sie?“ inquirierte der Schutzmann weiter.
„Ein engerer Landsmann, ein Schwabe wie Sie!“
„Das glaub’ ich nicht. Sie sehen gar nicht so aus. Wo sind Ihre Ausweispapiere?“
„Ich führe keine bei mir.“
„Das genügt! Also schriftenlos und herumvagabundierend. Sie kommen mit mir zur Polizei,“ entschied der Vertreter der heiligen Hermandad.
„Die Sache wird sich bald klären,“ erwiderte Frommherz und folgte seinem grimmigen Führer. Die Geschichte fing an, ihm Spaß zu machen, war sie doch so recht heimatlich.
Herr Polizeikommissarius Gustav Grobschmiedle, zu dessen Abteilung Schutzmann Dietrich gehörte, war nicht wenig überrascht, als die Tür seines Amtszimmers aufging und über dessen Schwelle ein höchst merkwürdig gekleideter Mann trat, hinter ihm der Polizist mit schlauem Lächeln.