Bauermeister III. vom mhd. bûr Wohnung, eine städtische Obrigkeit = „Bürgermeister“, auch auf ländliche Gemeinden angewandt (z. B. in der Umgegend von Münden in Hannover, Pauli II, 27).

FN. BurmeisterBaurmeister; Bauermeister. Niederd. Burmester (mit langem e in der mittleren Silbe).

BAUG I. ahd. pouc, mhd. bouc „Ring“, Spange für Hals, Haupt oder Arm, von biugan „biegen“. Die bouge waren ein sehr begehrter Schmuck für Frauen und auch Männer. Baugulf 8.

FN. Bougrat: Peukert.

Einstämmige Kürzung Baug-.

Bauco: Bauke; BauckPauck. Gen. Baukes; Bauken.

Baum III. ahd. poum, boum, mhd. boum, altsächs. bôm, mittels dativischer Ellipse zu ON. verwendet, zuerst im 11. Jh. in Budenbomen — gegenwärtig nicht viel unter 200 bewohnte O. auf -baum in Deutschland (außerhalb Deutschlands z. B. Oranienbaum).

Andere FN. sind durch Häusernamen vermittelt, wie ein Haus „zum Mulboum“ 1315 zu Mainz, im 12. Jh. zu Basel war (s. [Buck], oberd. Flurnamenbuch S. 176 unter Maulbeerbaum) — noch andere sind unmittelbar von den Baumnamen abgeleitet; eine Scheidung ist schwer durchzuführen.

Vgl. Henr. Nuzboum 1223. Hinrik Heisterbom 1413. (Franz. Cerisier, Poirier).