Heutzutage ist das volle ingen bes. in Schwaben einheimisch, während in Altbayern östlich vom Lech und in Österreich meist die Kürzung ing an die Stelle getreten ist.
In einzelnen Fällen ist ingen Abkürzung aus -ingheim: Sickingen aus Sickingheim.
| FN. | 1) | -ingen: v. Berlichingen. Ehingen. Grüningen. Hüningen. Menningen. |
| 2) | -ing: Bisping. v. Rössing. von Schöning (Stammort Schöningen in Pommern). |
Da diese ON. sich zum allergrößten Teile in Oberdeutschland finden, so ist auch die oberdeutsche Bildungsform -inger in den FN. viel häufiger, wo dann ingen und ing zusammenfließen.
FN. Bermeitinger (O. Bermatingen Fröhner S. 37). Bilfinger (O. Bilfingen in Baden). Böhringer. Ehinger. Gundelfinger. Haßlinger. Heimerdinger. Offterdinger. Sickinger. Wassertrüdinger. (Von ON. auf -ingen).
Aiblinger. Derflinger (O. Derfling in Ober-Österr.). Eberhartinger. Hörmandinger (Hörmading in Ober-Österr.). Mallinger. Oitzinger. Standhartinger. Stockinger. Straubinger. (Sämtlich von ON. auf -ing).
INGO I. schon frühzeitig in N. auftretend (1. Jh. Ingomar, Armins Oheim), doch in seiner Bed. nicht sicher; wahrscheinlich von dem Halbgott Inguio.
FN. Inghard: Inghardt — Enghardt; Engert.
Inguheri: Enger.
Ingiram: Ingram.