[61] Becker, Geschlechtsnamen S. 6. — Vilmar, Namenbüchlein S. 15.

[62] „Von Würzeburc ich Kuonrât“ im „Otto mit dem Barte“, Z. 760.

[63] Becker stellt mehrere Reihen alter Namen dieser Art zusammen, aus Köln (12. Jahrh.) die Geschlechter: vom Neumarkt, de Monticulo (vom Bühel); aus Zürich: zer Linden, im Hof, am Thor; vom Lande aus der Umgegend des Vierwaldstätter Sees: in der Ouwe (Aue), in der Matta, bim Schechen, ze dem Brunnen u. a. — Pott führt aus Ehrentrauts friesischem Archive Bd. I H. 3 an: Wilken thom dyke, Oltman bi der muren, eylerd mank den schuren u. a.; aber auch schon ohne Verhältniswort: Robeke bakhus, borcherd netelhorst, Godeke stengrauen. — Aus der Kölner Universitätsmatrikel (15. Jahrh.) füge ich hinzu: Henricus in der sunnen, Henricus super lapidem, Everhardus uff dem Velde, Conradus van der Lynden.

[64] Anderer Art, wenn auch ähnlichen Sinnes sind die Zusammensetzungen mit Mann: Grundmann, Lehmann, Buschmann, Horstmann, Gampmann.

[65] Das Verhältnis der Familiennamen zu den Ortsnamen und das bedeutende Hereinspielen der letzteren ist von manchen nicht genügend in Betracht gezogen worden, namentlich nicht von Vilmar, der, zu sehr nach dem äußeren Schein und Klang urteilend, viele Namen falsch einreiht. So stellt er Schönaich, Staudach unter die Pflanzen, berücksichtigt bei Baum und Horn nicht, daß diese einfach oder als zweiter Teil der Zusammensetzung häufig als Ortsnamen vorkommen usw.

[66] Stark S. 156: Rudolfus Strubingar (Straubinger) 12. Jahrh.; Heinrich der Wiener 14. Jahrh. — Henricus dictus Mijssener (Meißner) Köln. Univ.-Matrikel 1390.

[67] In Klempins Pommerschen Namenverzeichnissen aus dem Ende des 15. Jahrh. findet sich kein einziger Name dieser Art, immer ist die Ortsbenennung unverändert, mit verhältniswörtlicher Ellipse, verwendet: Arnstorp, Paswalck, Rosendal, Schenkenbergh usw.

[68] Kleemann (Die Familiennamen Quedlinburgs und der Umgegend S. 167) zählt in der großen Feldmark von Quedlinburg 15 ehemalige, jetzt verschwundene Dörfer auf.

[69] Z. B. Opitz von Boberfeld, Hoffmann von Hoffmannswaldau. Auch Abstrakta wurden und werden verwendet wie: Löllhöfel von Löwensprung, Adler von Adlerskampf, Riebel von Festertreu, Tengg von Lanzensieg.

[70] Daß in noch früherer Zeit auch die Waffen der Helden, namentlich die Schwerter Namen hatten (Altekläre = hoher Glanz, Preciosa, Angurwadel), ist aus den Epen des Mittelalters bekannt.