[71] Ähnlich war es in England noch zu Ende des 17. Jahrhunderts: „Die Häuser (in London) waren nicht numeriert. Es würde in der Tat von geringem Nutzen gewesen sein sie zu numerieren; denn von den Kutschern, Sänftenträgern, Lastträgern und Laufburschen Londons konnte nur ein sehr kleiner Teil lesen. Es war nötig, Zeichen zu gebrauchen, die der Unwissendste verstehen konnte. Die Läden unterschieden sich daher durch gemalte Zeichen, welche der Straße ein heiteres und groteskes Ansehen gaben. Der Weg von Charingcross nach Whitechapel ging durch eine unendliche Folge von Sarazenenköpfen, Königseichen, blauen Bären und goldenen Lämmern, welche verschwanden, wie sie nicht mehr als Leitfaden der gemeinen Leute nötig waren.“ (Macaulay, Gesch. Englands seit dem Regierungsantritt Jakobs II., Bd. 2 in dem Kapitel: Zustand Englands im Jahre 1685.)
[72] Schiller im Tell I, 2 von Stauffachers Hause:
„Mit bunten Wappenschildern ist’s bemalt
Und weisen Sprüchen.“
[73] Man vergleiche schwedische Namen wie von Tigerström (ein Strom, an dem Tiger hausen, in Skandinavien!), Gyllenstorm (goldner Sturm) u. a. — auch die jüdischen Familiennamen (s. weiterhin).
[74] Urspr. bloßer Koch, aber anmaßlicherweise eingedrungen in die römische Gens Cocceja (Pott).
[75] Friedrich der Große hat gelegentlich darüber seinen Spott ausgegossen, siehe den Bericht über seinen Besuch im Rhin- und Dossebruch (1779), verfaßt vom Oberamtmann Fromme, welcher den König durch den Fehrbelliner Amtsbezirk begleiten mußte und alles aufgezeichnet hat, was er an diesem denkwürdigen Tage erlebt und aus des Königs Munde vernommen.
König: Wie heißt Ihr?
Amtsrat (des Amtes Neustadt): Klausius.
König: Klau-si-us. — — Was ist das für ein Mensch, der da rechts?