[77] Gold, Golde, Feingold, Goldader, Goldbach, Goldbaum, Goldberger, Goldenberg, Goldenkranz, Goldfaden, Goldfarb, Goldfinger, Goldmann, Goldmark, Goldreich, Goldstein, Goldstrom, Goldtreu, Goldziher usw.

[78] Bemerkenswert ist es, daß die Frau auch wohl den Vornamen des Mannes mit annimmt: Esther Salomon Gottschalk, Bertha Philipp Freundlich — es ist eben die Firma, die so selbst noch auf den Grabsteinen prangt.

[79] Andree, Zur Volkskunde der Juden. S. 125 ff.

[80] Früher beseelte die Deutschen ein stolzes Selbstgefühl, über welches als die „Teutonicis innata superbia“ Schriftsteller anderer Nationen klagen. „Seit jenem unseligen Kriege,“ ruft Gfrörer bitter aus, „sind die Deutschen ein Volk von Bedienten geworden!“

„Ich bin Franzos!“ „Engländer!“ „Ich Russe!“ — Und Sie, mein Verehrter?

„Schulze aus Meiningen, Herr! Dero ergebener Knecht!“ (Xenien der Gegenwart.)

[81] Schon lange vor dem letzten Kriege.

[82] Diese lächerlichen Schreibungen finden ein Gegenstück nur in den Entstellungen deutscher Namen auf Häuserschildern in Metz (vor 1870): Chemit (Schmidt), Quoinze (Kuntz), Choultse (Schulze) u. a. — Über die Polonisierungen früherer Jahrhunderte spricht Winckler, „Die Nationalitäten Pommerellens“ S. 4 f., welcher dort ein Verzeichnis der während der polnischen Herrschaft polonisierten Adelsgeschlechter gibt. So wurde aus Ahlebeck gemacht Alebitzki, aus Behme — Bem, aus Hutten — Ozapski, aus Kochenstein Kochanski, aus Schönborn — Szumborski usw. Noch häufiger jedoch wurde den deutschen ein polnischer, vom Besitz entlehnter Name hinzugefügt, so daß nun diese merkwürdigen Zwitter entstanden wie Stein von Kaminski, Otterfeld-Rybinski. Doch diese Maskierungen werden durch den Druck der mehr als dreihundertjährigen polnischen Gewaltherrschaft in Westpreußen einigermaßen entschuldigt. Welche Entschuldigung aber haben diejenigen, die in der Gegenwart unter einer deutschen Regierung ihre Nationalität verleugnen und mit den Feinden des Vaterlandes gemeinsame Sache machen?

[83] Rüstow in seinen „Erinnerungen aus dem italienischen Feldzuge von 1860“: „Die ungarische Legion bestand aus allen Nationen; besonders waren auch viele Norddeutsche darin. Die deutschen Offiziere in derselben hatten sich ungarische Namen gegeben“ — wozu das Magazin für Literatur des Auslandes (1862, Nr. 7) bemerkt: „Es ist wirklich rührend und für jeden echten Deutschen erhebend. Man möchte glauben, wenn einmal ein Freiheitskrieg der Kongoneger ausbricht, und deutsche Landsknechte dahin kommen, so lassen sie sich, abgesehen von den schwarzen Namen, die sie natürlich annehmen, mit echtem Kienruß färben, um den Negern ihre Farbe und Nationalität nicht mißliebig zu machen.“

[84] Bernhardi, Sprachkarte von Deutschland. — Kiepert, Völker- und Sprachenkarte von Deutschland und den Nachbarländern. — Ders. Völker- und Sprachenkarte von Österreich. — Perthes’ Alldeutscher Atlas. Bearbeitet von Langhans 1900.