Den neuhochdeutschen FN. sind die ad. Vollnamen vorangestellt — wenn nicht urkundlich nachgewiesen und nur vorausgesetzt, in Klammer, z. B. unter Band: Bandhard, aber (Bandheri). Die gekürzten altdeutschen Formen dagegen sind, wenn auch nachweisbar, der Raumersparnis wegen nicht durchgängig aufgeführt worden. Eine Zahl bei einem altdeutschen Namen. z. B. Arnust 8., bezeichnet das Jahrhundert, in welchem derselbe zuerst nachweislich wird.

Alle von Ortsbezeichnungen abgeleiteten zusammengesetzten Familiennamen suche man unter dem Grundwort, z. B. Bärenreuth, Vogelreuter unter Reut. (Die wichtigsten dieser Grundwörter siehe auf [S. 55] f.)

A.

A III. got. ahva, ahd. aha, mhd. ahe „fließendes Wasser“ (urverwandt mit lat. aqua) — bildet schon in der ahd. Zeit unzählige Namen auf -aha, wie Fuldaha, neben denen seltnere Formen auf -aa, -ach, -a hergehen. Heutzutage ist die häufigste F. -ach. Solche Flußnamen sind dann auch auf daran liegende Orte und von diesen auf Familien übertragen worden.

FN. Altena (= zur alten A). Berka. von Bibra (aus Biberaha, Biberfluß). Fulda, abgeschwächt Fulde.

Aalderk s. [Athal] (V. Adalric).

Aalfs s. [Ath] (V. Athaulf).

Aapken s. [Ath] (zweist. K.).

Aar s. [Ar].