Es mag im Anschluss an diesen Abschnitt noch kurz in abgerundeten Zahlen angedeutet werden, wie die Mittel für die Universität zusammenfliessen, wobei wir nicht von den ausserordentlichen Leistungen für Erstellung neuer Unterrichtsanstalten, sondern nur von dem sprechen, was zur Bestreitung der jährlichen regelmässigen Ausgaben gespendet wird. Abgesehen von den verhältnissmässig nur geringe Summen betragenden Gebühren und Eintrittsgeldern kommen hier drei verschiedene Einnahmequellen in Betracht:
1. Die direkten Beiträge des Staates, entsprechend den durch Gesetze und Grossrathsbeschlüsse festgesetzten Krediten. Im Jahre 1835 betrugen dieselben etwa nur Fr. 40,000 und sind in den fünfzig Jahren bis 1885, Dank der Bereitwilligkeit der Behörden, Opfer für die höchste Lehranstalt zu bringen, etwa auf Fr. 185,000 gestiegen.
2. Der Ertrag der Universitätsfonds. Im Jahre 1835 war derselbe etwa Fr. 20,000 und hat in den fünfzig Jahren theils durch Vermehrung des Vermögens, theils in Folge des höheren Zinsfusses etwa Fr. 60,000 erreicht.
3. Die freiwilligen Beiträge von Vereinen und Privaten. Hier sind vor Allem die in der besonderen Festschrift dargestellten Leistungen der Akademischen Gesellschaft zu erwähnen; ausserdem aber spenden der Museumsverein, die Gemeinnützige Gesellschaft und manche Freunde der Universität Geschenke an die verschiedenen Universitätsanstalten. Wenn wir die theils höchst werthvollen Kunstgegenstände, Bücher, Naturalien und Apparate bei Seite lassen und nur die Geldgaben in Betracht ziehen, so finden wir für diese ganz freiwilligen Leistungen im Jahre 1884 etwa Fr. 31,000.
Somit setzen sich die regelmässigen jährlichen Leistungen für die Universität etwa folgendermassen zusammen:
| Staatsbeitrag | Fr. | 185,000 | macht | 67% | oder | ⅔ |
| Ertrag der Universitätsfonds | » | 60,000 | » | 22% | » | 2⁄9 |
| Freiwillige Privatleistungen | » | 31,000 | » | 11% | » | ⅟9 |
| im Ganzen | Fr. | 276,000. |
Ed. Hagenbach-Bischoff.