5.
EInes Nachts träumte der Hodscha, als er im Bette lag und schlief, es gebe ihm einer neun Asper; und damit war er nicht zufrieden, sondern sagte: »Gib mir zehn.« Unterdessen wurde er wach, und da fand er seine Hände leer.
Das war ihm sehr leid; er schloß alsbald die Augen, streckte die Hand aus und sagte: »Ich habe mich anders besonnen; gib die neune her.«
6.
EInes Tages ging der Hodscha in einer einsamen Gegend, als er von der andern Seite her etliche Reiter kommen sah; es mochten Diebe sein. In der Nähe war ein Grab; er kleidete sich hastig aus und eilte in die Grabeshöhlung. Aber die Reiter hatten ihn schon bemerkt und näherten sich ihm. »He Freund,« riefen sie, »was machst du da drinnen?«
Der Hodscha, der nicht recht wußte, was sagen, antwortete: »Das ist mein Grab; ich bin nur für einen Augenblick herausgegangen, um Luft zu schnappen.«
7.
DEr Hodscha trat einmal in einen Garten. Dort steckte er Möhren, Rüben und alles, was ihm unterkam, in seinen Sack oder in seinen Busen. Es kam der Gärtner, und der sagte, als er ihn dabei ertappte: »Was machst du da?«
Erschrocken fand der Hodscha keine andere Antwort, als daß sich ein mächtiger Wind erhoben und ihn dorthin geschleudert habe.
»Aber,« sagte der Gärtner, »wer hat denn das alles ausgerissen?«