Der Hodscha antwortete jedoch: »Was soll das heißen? an einem Menschen kann man sich rächen, und an einem Kamel sollte mans nicht können?«
12.
EInes Tages kaufte Nasreddin Eier, und zwar neun um einen Asper; dann ging er an einen andern Ort und verkaufte zehn um einen Asper. Da wurde er gefragt: »Warum gibst du zehn um den Preis, den du für neun gezahlt hast?«
Er antwortete: »Es ist zu meinem Nutzen, wenn man sieht, wie mein Geschäft vorwärts geht.«
13.
EInes Tages kleidete sich der Hodscha in seinen neuen Kaftan und ging in die Moschee. Es kam der Augenblick, wo man sich mit dem Gesichte zu Boden neigen muß. Als nun der Hodscha also gebückt dastand, packte ihn der, der hinter ihm war, an den Hoden. Ohne sich zu besinnen, tat der Hodscha dasselbe mit dem Imam, der sein Vordermann war.
Der fragte ihn: »Was tust du da?«
»Nichts,« antwortet der Hodscha; »darf ich denn nicht nehmen, was man mir nimmt?«
14.
DEr Hodscha saß einmal am Ufer eines Flusses, als er einen Trupp von zehn Blinden auf ihn zukommen sah. Die trafen mit ihm die Ab machung, daß er sie, den Mann für einen Para, hinübertragen solle.