Beim Hinübertragen fiel nun einer von den Blinden ins Wasser und wurde fortgerissen. Augenblicklich begannen die Blinden zu schreien.
Aber der Hodscha sagte: »Warum schreit ihr? ihr zahlt mir einfach für einen weniger, und die Sache ist in Ordnung.«
15.
EIner, der ein Ei versteckt in der Hand hielt, sagte zum Hodscha: »Wenn du errätst, was ich in der Hand habe, so gebe ich dirs, damit du dir einen Eierkuchen machen kannst.«
Darauf sagte der Hodscha: »Sag mir, wie es aussieht, und ich werde dir antworten.«
»Außen ist es weiß und innen gelb.«
»O, ich weiß schon, was es ist,« rief der Hodscha; »es ist eine ausgehöhlte Rübe, in die man Stückchen von einer Möhre gesteckt hat.«
16.
EInes Tages stahl der Hodscha ein Kalb, ohne daß es der Eigentümer bemerkt hätte. Der Hodscha tötete das Kalb und versteckte das Fell. Bald darauf ward der Bestohlene inne, daß sein Kalb verloren war; er lief durchs Viertel und schrie: »Muselmanen, mir ist mein Ochs gestohlen worden; was für ein Schaden!«
So klagte er, als plötzlich der Hodscha das Kalbfell hervorzog: »Jetzt schäme dich aber, du Dieb; wie kannst du einen Ochsen für ein Kalb verlangen?«