255.
EInes Tages sah der Hodscha einen hübschen Esel; augenblicklich trat er an ihn heran und nahm ihn her. Kaum war er fertig, als zwei Männer daherkamen, und die fragten ihn: »Was machst du da, Hodscha?«
»Seht ihrs denn nicht?« antwortete er; »ich mache, daß ich von diesem Vieh wegkomme.«
256.
EInes Tages besprang der Hodscha ganz nahe bei einer Moschee einen Esel; ein Mann, der vorbeiging, spuckte aus. Da schrie der Hodscha voll Unwillen: »Wenn ich nicht eben beschäftigt wäre, würde ich dich lehren, hier ausspucken!«
257.
EInes Tages besprang der Hodscha seinen Esel; da er einen Mann herankommen sah, bedeckte er sich mit seinem Mantel. Der Mann trat näher; er hob einen Zipfel des Mantels und schrie: »Wer ist das?«
Der Hodscha antwortete: »Sieh nach, bitte, was imstande gewesen ist, mich in diese Lage zu bringen; ich wenigstens weiß von gar nichts.«
258.
DEr Hodscha hatte eines Tages seinen Esel mit Schilf beladen. Da er bemerkte, daß die Last auf der einen Seite schwerer war als auf der andern, sagte er: »Ich will den schwerern Bund anzünden; so wird sich das Gleichgewicht herstellen, und überdies werde ich mich, da mir sowieso kalt ist, wärmen können.« Kaum spürte aber der Esel die Wärme, als er davonzulaufen begann. Der Hodscha setzte ihm nach und schrie: »Hat man dich denn beim Füttern nicht getränkt, daß du es so eilig hast, zum Wasser zu kommen?«