»Das ist doch Seife,« antwortete der Kaufmann, »und kein Käse.«
»Ich weiß es wohl,« versetzte der Hodscha; »ich nenne es aber Käse aus Angst, daß der Regen anhalten könnte.«
290.
EInes Tages trieb der Hodscha seinen Esel vor sich her; als er dann müde wurde, saß er auf. Eine kleine Weile später bemerkte er, daß der Esel nicht mehr vor ihm herging. Nun suchte er ihn bergauf und bergab, bis ein Wanderer bei ihm vorüberkam; den fragte er, ob er nicht seinen Esel gesehn habe, und der Wanderer sagte: »Du sitzt ja darauf.«
Der Hodscha stellte die Tatsache fest und freute sich; aber schon nach einem Augenblicke war er von neuem zerstreut und begann wieder zu suchen. Da sagte der Wanderer: »So gehn wir doch nach Hause, da du doch den Esel gefunden hast.«
»Geh du nur,« antwortete der Hodscha; »ich« — dabei dachte er an seinen verlorenen Esel — »muß noch dableiben, weil ich noch etwas zu suchen habe.«
291.
ETliche Leute fanden im Gebirge einen Igel; sie konnten sich nicht enträtseln, was für ein Tier das sein sollte, und brachten ihn dem Hodscha. »Was ist das?« fragten sie ihn.
»Ohne Zweifel«, antwortete der Hodscha, »ist das eine alte Nachtigall, die von ihren Federn die Fahnen verloren hat.«
292.