258. Sottisier, Nr. 200.
259. Sottisier, Nr. 201. Vgl. oben Nr. 63.
260. Sottisier, Nr. 202.
261. Sottisier, Nr. 203; Pann, S. 339 ff. Vgl. auch Nr. 290.
Köhler, I, S. 506; Gazeau, S. 199 ff.; Fourberies, S. 55.
Die älteste Darstellung der Geschichte von dem vermeintlich verlorenen Esel bietet wohl Bar-Hebraeus, der (Budge, S. 145 ff., Nr. 569) folgendermaßen erzählt:
Another simpleton, who was a servant, had ten asses which he hired to certain people, and when they came back to their places he took his asses and counted them, (and found them to be) ten. Then he mounted one of them and rode some distance and came back, and as he was going away he counted those that were before him, and found them (to be) nine; and he was angry, an alighted and counted them over again, and found them (to be) ten. And he mounted an ass again, and counted the others and found them (to be) nine; thereupon he dismounted and counted (them), and found them (to be) ten. Then he said, »Verily there is a devil with me, for whenever I mount an ass I lose one of them; therefore I must not ride lest I lose one altogether.«
Die älteste abendländische Bearbeitung ist die 55. Facetie Poggios: Fabula Mancini, auf der wieder eine türkische des 16. Jahrhunderts beruht, nämlich die 97. der Fables turques, trad. p. J. A. Decourdemanche, Paris, 1882, S. 199 ff.: Le muletier et sa femme. Weiter gehören in diese Verzweigung: Brant, Esopi appologi, Bl. D 2 a ff.; Hans Sachs, IV, S. 70 ff.; Schumann, Nachtbüchlein, Nr. 24 (mit Boltes Nachweisungen ebendort, S. 402 ff. und hinter Freys Gartengesellschaft, S. 282); Montanus, Gartengesellschaft, Nr. 70 (Boltes Nachweise, S. 610 ff.); Tales and Quicke Answeres, Nr. 60 bei Hazlitt, I, S. 80 ff.; Lehmann, Exilium melancholiae, E, Nr. 91, S. 127; Das kurtzweilige Leben von Clement Marott (1. Ausg. 1660), o. O., 1663, S. 55 ff.; Prym und Socin, Tûr ’Abdîn, II, S. 183 ff.; Krauss, Zigeunerhumor, S. 202; Roda Roda, S. 209. Eine Anspielung auf die Geschichte bringt der Schluß des 5. Kap. im 11. Buche des Don Quixote.
Nahe verwandt mit dieser Schnurre ist die, wo sich eine Gesellschaft von Einfaltspinseln, oft nachdem sie ein meistens wirkliches, manchmal auch nur eingebildetes Wasser durchwatet hat, zählt, ob noch alle da sind, und wo der Zählende stets sich selber mitzuzählen vergißt; dazu vgl. das erste Abenteuer Guru Paramártans (Österley in der Z. f. vgl. Littg., I, S. 50 ff. und 55 ff.), das 10. Kapitel der Mery Tales of the Mad Men of Gotham (Hazlitt, III, S. 12 ff. und Jacobs, More English Fairy Tales, S. 209 ff.), ferner Campbell, II, S. 391 ff., v. d. Hagen, Narrenbuch, S. 478 ff., Clouston, Noodles, S. 28 ff. und 32 ff. und Swynnerton, S. 436 ff.
Bisweilen wird die Zahl dadurch festgestellt, daß die Dummköpfe ihre Nasen in einen Sandhaufen stecken und dann diese Löcher zählen: Müllenhoff, S. 94 ff., Nr. 111 = Merkens, I, S. 54 ff., Nr. 70; Kopisch, Histörchen von den Büsumern in den Gesammelten Werken, Berlin, 1856, I, S. 280; Am Ur-Quell, II, S. 192; Köhler, I, S. 112 ff.; Böhm, Lettische Schwänke, Nr. 35, S. 58 ff., dazu S. 119. An die Stelle des Sandhaufens tritt ein Kuhfladen oder etwas noch unappetitlicheres bei Birlinger, Volksthümliches aus Schwaben, Freiburg, 1861 ff., I, S. 437 und 461 = Merkens, I, Nr. 7 und 16; De Colleville et de Zeppelin, Légendes danoises, Nr. 44 in der RTP, VIII, S. 388 ff.; L. Brueyre in einer Erzählung aus Languedoc in der RTP, I, S. 335; Ispirescu, S. 105 ( Magazin, XCVI, S. 613); Ch. Beauquier, Blason populaire de la Franche-Comté in der RTP, XI, S. 650. Durch die Weglegung der Mützen geschieht die Zählung bei J. H. Knowles, Folk-Tales of Kashmir, S. 322 ff.