41.

DEr Hodscha wollte einmal eine Leber nach Hause tragen; plötzlich aber schoß ein Sperber aus den Lüften auf sie herab und entflog mit ihr. Der Hodscha sah ihm nach, merkte aber, daß nichts mehr zu machen war. Augenblicklich erstieg er einen erhöhten Ort; als er dann einen Mann kommen sah, der auch eine Leber in der Hand hielt, entriß er sie ihm und eilte damit auf die Spitze eines Felsens.

Der Mann schrie: »Warum beraubst du mich so, Hodscha?«

Der Hodscha antwortete: »Ich habe nur versucht, wie ich es machen müßte, wenn ich ein Sperber wäre.«

42.

UM Hodscha kam einer, um Stricke zu entleihen. Der Hodscha ging ins Haus, kam aber sogleich zurück und sagte, daß sie voll Mehl seien, das auf ihnen trocknen solle. Der andere antwortete: »Trocknet man denn Mehl auf Stricken?«

Nun sagte der Hodscha: »Je weniger gern man sie herleiht, desto eher läßt man darauf Mehl trocknen.«

43.

NEben dem Hodscha ging einer; sie sahen sich gegenseitig an und traten jeder in demselben Augenblicke ein paar Schritte zurück. »Ist es erlaubt, Herr,« sagte der Hodscha, »dich zu fragen, wer du bist? ich kenne dich nicht.«

Der andere antwortete: »Wieso bist du denn dann über meinen Anblick so erstaunt gewesen?«