Der Hodscha erwiderte: »Ich habe gesehn, daß dein Turban ganz so ist wie der meinige und daß dein Mantel derselbe ist wie der meinige; da habe ich dich für mich gehalten.«

44.

IM Hause des Hodschas war einmal jemand krank, und man kam sich um sein Befinden erkundigen.

Er antwortete: »Zuerst war er genesen, aber dann ist er gestorben.«

45.

DEr Hodscha steckte seine Hühner in einen Käfig und ging damit nach Siwri-Hissar. Unterwegs sagte er sich: »Diese armen Tiere sind gefangen; ich will sie ein bißchen auslassen, o Herr.« Als sie aber in Freiheit waren, liefen sie nach allen Seiten auseinander. Nun trieb der Hodscha den Hahn mit einem Stocke in der Hand vor sich her und sagte zu ihm: »Was? mitten in der Nacht weißt du, daß es Morgen wird, und am hellichten Tag kennst du den Weg nicht?«

46.

ALs der Hodscha eines Tages auf einem Begräbnisplatze neben dem Wege ging, fiel er in ein altes Grab; nun sagte er sich: »Ich will sehn, ob Munkar und Nakir kommen,« und legte sich der Länge nach nieder. Während er also wartete, hörte er ein Geklingel von Glöckchen, die sich näherten. Er dachte, der Tag der Auferstehung und des Gerichtes sei gekommen, und stieg aus dem Grabmale. Da sah er, daß eine Karawane hervorkam; bei seinem Anblicke wurden die Maultiere scheu und rannten nach verschiedenen Seiten davon. Die Treiber liefen auf ihn zu, jeder mit seinem Stocke bewaffnet, und fragten ihn, wer er sei.

»Ich bin ein Toter.«

»Und was tust du da?«