»Ich mache einen Spaziergang.«

»Nun, den wollen wir dir recht angenehm machen.« Und damit warfen sie sich auf den Hodscha und prügelten ihn tüchtig durch; bald hatte er den Kopf zerschlagen und die Augen braun und blau.

Als ihn seine Frau in dieser Verfassung heimkommen sah, fragte sie ihn, woher er komme. Er antwortete: »Von den Toten; ich bin im Grabe gewesen.«

»Wie geht es denn in der andern Welt zu?«

»Ach, Weib, vor einem hüte dich; mach nur ja die Maultiere nicht scheu, die man treibt.«

47.

MAn hatte den Hodscha als Gesandten zu den Kurden geschickt. Sofort nach seiner Ankunft luden sie ihn zu einem Festmahle ein; er zog seinen Pelzmantel an und ging hin. Mitten im Gespräch ließ er plötzlich einen Furz; da sagten sie zu ihm: »Es ist eine Schande, Molla-Effendi, also zu furzen.«

»Was?« schrie er; »wie hätte ich denn denken sollen, daß es die Kurden verstehn, wenn man auf türkisch furzt?«

48.

EInes Tages ging der Hodscha mit seinem Amad71 auf die Wolfsjagd. Dieser war eben in die Höhle gekrochen, als der Wolf unversehens zurückkam. Der Hodscha benutzte den Augenblick, wo der Wolf in dem Loche verschwand, und packte ihn beim Schwanze. Daraufhin begann der Wolf mit den Beinen zu scharren; der Staub drang dem Amad in die Augen, und er schrie: »Hodscha, was ist das für ein Staub?«