Der antwortete: »Das ist das, womit wir Städter das Wasser ablassen.«

»Daraus läßt sich schließen,« versetzte der Hodscha, »wie euere Frauen gebaut sein müssen.«

54.

EInes Tages ging der Hodscha in Akschehir spazieren. »Herr Gott,« rief er aus, »gib mir tausend Goldstücke; eines weniger nehme ich nicht.«

Dieses Gebet hörte ein Jude, der in seiner Nähe war; neugierig, was geschehn werde, tat er neunhundertneunundneunzig Goldstücke in einen Beutel und warf ihn durch das Rauchloch in die Hütte des Hodschas.

Als der Hodscha den Beutel am Boden bemerkte, rief er aus: »O Herr, du hast mein Gebet erhört.« Er öffnete den Beutel und zählte die Goldstücke; da fand er, daß eines fehlte. Und er sagte: »Der, der mir diese gegeben hat, wird mir auch noch das letzte geben; ich nehme sie an.«

Bei diesen Worten wurde der Jude unruhig; hastig klopfte er an die Tür des Hodschas: »Guten Tag, Hodscha-Effendi! Gib mir, bitte, die Goldstücke da; sie gehören mir.«

»Bist du närrisch geworden, Krämer? Ich habe zu Gott, dem Untrügerischen — gepriesen sei sein Name — gebetet, und er hat mich erhört; wieso sollte dies Geld dir gehören?«

»Bei meiner Seele, es war ein Spaß.«

»Den Spaß verstehe ich nicht.«